Ratgeber

Immobilienfinanzierung verständlich erklärt

Die wichtigsten Grundbegriffe rund um Eigenkapital, Tilgung, Anschlussfinanzierung und Bonität – einfach erklärt, ohne unnötigen Fachjargon.

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Eigenkapital bei der Immobilienfinanzierung

Wie viel Eigenkapital brauchen Sie wirklich – und was passiert, wenn es weniger ist?

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Tilgung erklärt

Wie Annuitätendarlehen funktionieren und wie die Tilgungshöhe Ihre Rate beeinflusst.

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Anschlussfinanzierung

Was nach Ablauf der Zinsbindung passiert und welche Optionen Sie frühzeitig prüfen sollten.

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Bonität bei der Finanzierung

Was Banken wirklich prüfen – und wie Sie Ihre Bonität realistisch einschätzen.

Eigenkapital bei der Immobilienfinanzierung – wie viel braucht man wirklich?

Eigenkapital ist der Teil des Kaufpreises und der Nebenkosten, den Sie aus eigenen Mitteln einbringen, statt ihn über ein Darlehen zu finanzieren. Es beeinflusst maßgeblich, wie gut die Konditionen sind, die Sie von einer Bank erhalten.

Wie viel Eigenkapital ist üblich?

Als grobe Orientierung gilt häufig: Mindestens die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, ggf. Maklerprovision – je nach Bundesland meist 7–15% des Kaufpreises) sollten aus Eigenkapital gedeckt sein. Wer zusätzlich 10–20% des Kaufpreises selbst einbringt, erhält in der Regel bessere Zinskonditionen, da das Risiko für die Bank sinkt.

Geht es auch mit wenig oder ohne Eigenkapital?

Ja, in bestimmten Fällen ist auch eine sogenannte Vollfinanzierung möglich – also eine Finanzierung des gesamten Kaufpreises inklusive Nebenkosten. Das setzt allerdings meist eine sehr gute Bonität, ein stabiles Einkommen und oft auch zusätzliche Sicherheiten voraus. Die Zinskonditionen sind in diesem Fall in der Regel weniger günstig als bei klassischen Finanzierungen mit Eigenkapitalanteil.

Fazit

Mehr Eigenkapital bedeutet meist bessere Konditionen, ist aber kein Muss. Wie viel in Ihrem individuellen Fall sinnvoll ist, hängt von Einkommen, Lebenssituation und Zielen ab – das besprechen wir gerne im persönlichen Gespräch.

Unsicher, wie viel Eigenkapital Sie brauchen?

Tilgung erklärt – wie schnell wird die Immobilie wirklich abbezahlt?

Bei den meisten Immobilienfinanzierungen in Deutschland zahlen Sie ein sogenanntes Annuitätendarlehen ab. Ihre monatliche Rate setzt sich dabei aus zwei Teilen zusammen: dem Zinsanteil (Kosten für das geliehene Geld) und dem Tilgungsanteil (Rückzahlung der eigentlichen Darlehenssumme).

Wie wirkt sich die Tilgungshöhe aus?

Ein höherer anfänglicher Tilgungssatz bedeutet eine höhere monatliche Rate, dafür ist die Immobilie schneller abbezahlt und die Restschuld am Ende der Zinsbindung ist niedriger. Üblich sind anfängliche Tilgungssätze zwischen 1% und 3%, wobei 2% häufig als solider Ausgangspunkt gilt.

Sondertilgungen

Viele Banken erlauben zusätzliche, außerplanmäßige Tilgungen – oft bis zu 5% der Darlehenssumme pro Jahr ohne Zusatzkosten. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie z.B. unerwartet Geld zur Verfügung haben und schneller schuldenfrei werden möchten.

Fazit

Die richtige Tilgungshöhe ist immer eine Abwägung zwischen monatlicher Belastbarkeit und Wunsch nach schneller Entschuldung. Mit unserem Finanzierungsrechner auf der Startseite können Sie verschiedene Szenarien unverbindlich durchspielen.

Testen Sie verschiedene Tilgungsraten live.

Anschlussfinanzierung – was passiert nach Ablauf der Zinsbindung?

Die meisten Immobiliendarlehen haben eine sogenannte Zinsbindung – oft 10, 15 oder 20 Jahre. Nach Ablauf dieser Zeit ist die Immobilie in der Regel noch nicht vollständig abbezahlt, und es bleibt eine Restschuld offen, für die eine neue Finanzierung benötigt wird: die Anschlussfinanzierung.

Welche Optionen gibt es?

Wann sollte man sich darum kümmern?

Ein Vergleich der Optionen lohnt sich idealerweise bereits 2–3 Jahre vor Ablauf der Zinsbindung. So bleibt genug Zeit, verschiedene Banken zu vergleichen und gegebenenfalls ein Forward-Darlehen zu sichern, statt unter Zeitdruck die erstbeste Verlängerung zu akzeptieren.

Fazit

Eine Anschlussfinanzierung ist keine Formsache, sondern eine eigene Chance, bessere Konditionen zu sichern. Wer rechtzeitig vergleicht, statt automatisch zu verlängern, kann oft deutlich profitieren.

Lassen Sie Ihre Anschlussfinanzierung rechtzeitig prüfen.

Bonität bei der Immobilienfinanzierung – was Banken wirklich prüfen

Bonität beschreibt, wie kreditwürdig eine Bank eine Person einschätzt – also wie wahrscheinlich es ist, dass ein Darlehen zuverlässig zurückgezahlt wird. Sie ist neben dem Eigenkapital einer der wichtigsten Faktoren für die Finanzierungszusage und die Höhe des Zinssatzes.

Was fließt in die Bonitätsprüfung ein?

Besonderheiten bei Selbstständigen

Selbstständige und Freiberufler werden häufig etwas strenger geprüft, da das Einkommen weniger planbar erscheint. In der Regel verlangen Banken hier die letzten 2–3 Jahresabschlüsse oder Einkommensteuerbescheide, um ein stabiles Bild der Einkommenssituation zu erhalten.

Fazit

Bonität ist kein starres "Ja oder Nein", sondern fließt individuell in die Konditionen ein. Durch unser Netzwerk an Bankpartnern finden wir häufig auch bei komplexeren Bonitätssituationen noch passende Lösungen.

Lassen Sie Ihre Situation unverbindlich einschätzen.